Manfred Eibl
Pressemitteilungen

07.07.2020
FREIE WÄHLER wollen touristische Sonderverkehre fördern

Streibl: Druck auf Touristenhotspots senken

München. Die FREIE WÄHLER Landtagsfraktion will das öffentliche Leben im Freistaat so rasch wie möglich wieder ankurbeln. Mit den heute von der Staatsregierung verkündeten Lockerungen – darunter die Öffnung von Botanischen Gärten und Zoos – wird nun auch der Freizeitsektor weiter hochgefahren. „Das ist ein gutes und richtiges Signal an alle Besucher des Freistaats sowie an all jene, die in der Freizeit- und Tourismusbranche tätig sind“, betont Manfred Eibl, wirtschaftspolitischer Sprecher der FREIE WÄHLER Landtagsfraktion.

Besonders erleichtert zeigt sich der Wirtschaftsexperte, dass mit dem heutigen Tag das Abstandsgebot bei touristischen Erlebnisverkehren entfällt. Eibl hatte in den vergangenen Wochen immer wieder darauf gedrängt, die für den ÖPNV geltenden Hygieneregelungen auch bei Sonderverkehren wie Ausflugsschiffen oder Museumsbahnen anzuwenden. „Infektionsschutzrechtlich war es nur schwer vermittelbar, warum der Mindestabstand von anderthalb Metern in Zügen der Deutschen Bahn unterschritten werden darf, auf Flussschiffen aber nicht“, erklärt Eibl.

Die uneinheitliche Handhabung habe die touristischen Sonderverkehre in den vergangenen Wochen vor erhebliche Herausforderungen gestellt, so Eibl weiter. „Manche Angebote durften gar keine Passagiere befördern, andere dagegen deutlich weniger als normalerweise zulässig.“ Die Folge: Viele Verkehre konnten nicht mehr wirtschaftlich betrieben werden oder mussten ihren Betrieb ganz einstellen. Mit dem heutigen Ministerratsbeschluss erhielten Betreiber der Sonderverkehre nun die Möglichkeit, ohne Einschränkungen – von der weiterhin landesweit geltenden Maskenpflicht abgesehen – den Normalbetrieb aufzunehmen, betont Eibl.

Um die touristischen Erlebnisverkehre auch für die Zukunft zu erhalten, sei eine Förderung durch den Freistaat jedoch unerlässlich,ergänzt der Fraktionsvorsitzende Florian Streibl. „Bei vielen Sonderverkehren handelt es sich um regionale Attraktionen, die einen wichtigen Beitrag zum örtlichen Tourismus leisten und einen erheblichen Wirtschaftsfaktor darstellen“, so Streibl. Beispielhaft nannte er die Bayerische Seenschifffahrt und die Ilztalbahn zwischen Bayerischem Wald und Südböhmen. Zudem könnte der Ausbau weniger gut erschlossener Sonderverkehre helfen, den Druck auf Touristenhotspots zu senken. „Ist das Verkehrsangebot attraktiv, könnten Besucher in weniger stark frequentierte Gebiete gelenkt werden und dort zur Wertschöpfung vor Ort beitragen“, so Streibl abschließend.

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