Prof. (Univ. Lima) Dr. Peter Bauer
Susann Enders
Pressemitteilungen

27.01.2021
FREIE WÄHLER-Fraktion will Freiwillige für Corona-Schnelltests in stationären Pflegeeinrichtungen gewinnen

Bauer: Pflegeeinrichtungen benötigen dringend Unterstützung

München. Alten- und Pflegeheime sind besonders vom Coronavirus betroffen. Für ein weiteres Absinken der Infektionszahlen können neben der Maskenpflicht auch regelmäßige Testungen auf den Erreger sorgen. Deshalb will die FREIE WÄHLER Landtagsfraktion den Beschluss der Bund-Länder-Konferenz, Freiwillige für Schnelltests in stationären Pflegeeinrichtungen einzusetzen, schnellstmöglich in Bayern umsetzen. Ziel ist, mit den zusätzlichen Kräften Personal sowie Besucherinnen und Besucher zu testen, um Besuche zu ermöglichen und Infektionen vorzubeugen.
 
Die Pflegeeinrichtungen stehen bereits jetzt vor großen personellen Herausforderungen und benötigen bei dieser Aufgabe dringend Unterstützung“, betont Prof. (Univ. Lima) Dr. Peter Bauer, Pflegebeauftragter der Staatsregierung und pflegepolitischer Fraktionssprecher. Deshalb will seine Fraktion die Staatsregierung heute im Plenum mittels Dringlichkeitsantrag beauftragen, in Zusammenarbeit mit den bayerischen Hilfsorganisationen zeitnah eine umfassende und öffentlichkeitswirksame Kampagne für die Mobilisierung von Freiwilligen zu starten. Gleichzeitig soll die Staatsregierung zusammen mit den Freiwilligenorganisationen auch die fachliche Einweisung der Interessierten organisieren sowie die Kosten übernehmen. „Mit der flächendeckenden Einführung von Schnelltests hätten wir ein wichtiges Instrument an der Hand, um Senioren und Pflegebedürftigen wieder mehr Begegnungen und Kontakte mit Angehörigen zu ermöglichen“, ist Bauer überzeugt.
 
Auch wenn die Impfungen der besonders vulnerablen Gruppen bereits gestartet seien, werde einige Zeit vergehen, bis die Immunisierung umfassend greife. „Bis dahin sind Schnelltests von erheblicher Bedeutung für den Infektionsschutz“, ergänzt Susann Enders, gesundheitspolitische Sprecherin. „Unser Ziel muss deshalb sein, bis zum Frühjahr ein schlagkräftiges Team aus freiwilligen Helfern auf die Beine zu stellen.“ Der Freistaat sei glücklicherweise in der komfortablen Situation, auf eine gut etablierte Struktur an Hilfsorganisationen zurückgreifen zu können. Zudem könnten sich nicht nur Personen aus medizinischen, pflegerischen und sonstigen Heilberufen oder mit einer sozialen Ausbildung melden, sondern auch geeignete Personen ohne medizinische Vorbildung, so Enders. „Dieses Miteinander und diese Möglichkeit sich einzubringen werden dazu beitragen, dass unsere Gesellschaft gerade auch in Corona-Zeiten zusammensteht.“
 
Hinweis: Den erwähnten Dringlichkeitsantrag finden Sie HIER.

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