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26.10.2020
Überbrückungshilfe für Unternehmen läuft

Seit dem 21. Oktober 2020 ist die Antragstellung für die Überbrückungshilfe II möglich.

Aufgrund der gesundheitspolitisch notwendigen Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie ist in vielen Branchen der Geschäftsbetrieb eingeschränkt oder vollkommen zum Erliegen gekommen. Um die Existenz der kleinen und mittelständischen Betriebe weiter zu sichern, werden sie branchenübergreifend mit einer Überbrückungshilfe unterstützt. Das Bundesprogramm ist mit bis zu 24,6 Mrd. Euro ausgestattet.

Die Überbrückungshilfe umfasst zwei Phasen: Die erste Phase (Überbrückungshilfe I) betrifft die Fördermonate Juni bis August 2020. Die Antragsfrist für die Überbrückungshilfe I endete am 9. Oktober 2020. Eine rückwirkende Antragstellung oder Verlängerung der Antragsfrist ist nicht möglich. Nun hat der Bund die Verlängerung der Überbrückungshilfe beschlossen. Die zweite Phase der Überbrückungshilfe (Überbrückungshilfe II) umfasst die Fördermonate September bis Dezember 2020. Anträge für die zweite Phase können seit dem 21. Oktober 2020 bis 31. Dezember 2020 gestellt werden.

Antragsberechtigt sind Unternehmen und Organisationen aus allen Wirtschaftsbereichen, die sie sich nicht für den Wirtschaftsstabilisierungsfonds qualifizieren, soweit sie ihre Geschäftstätigkeit in Folge der Corona-Krise anhaltend vollständig oder zu wesentlichen Teilen einstellen mussten.

Ebenfalls antragsberechtigt sind gemeinnützige Unternehmen und Organisationen, unabhängig von ihrer Rechtsform, die dauerhaft wirtschaftlich am Markt tätig sind (z. B. Jugendbildungsstätten, überbetriebliche Berufsbildungsstätten, Familienferienstätten). Öffentliche Unternehmen sind von der Förderung ausgeschlossen. Dies gilt nicht für Bildungseinrichtungen der Selbstverwaltung der Wirtschaft in der Rechtsform von Körperschaften des öffentlichen Rechts (Bildungseinrichtungen der Kammern, Kreishandwerkerschaften oder Innungen). Darüber hinaus darf der Antragsteller darf am 31. Dezember 2019 nicht als „Unternehmen in Schwierigkeiten“ gemäß EU-Definition gegolten haben. Eine Ausnahme gilt für kleine Unternehmen, sofern sie nicht Gegenstand eines Insolvenzverfahrens sind oder bereits Rettungsbeihilfen oder Umstrukturierungsbeihilfen erhalten haben. Verbundene Unternehmen können Überbrückungshilfe insgesamt nur bis zu einer Höhe von 200.000 Euro für vier Monate beantragen. Eine Ausnahme gilt für gemeinnützig geführte Unternehmensverbünde.

Die Überbrückungshilfe II kann bis spätestens 31. Dezember 2020 beantragt werden. Die Antragstellung erfolgt ausschließlich elektronisch durch einen vom Antragsteller beauftragten Steuerberater, Rechtsanwalt, Wirtschaftsprüfer oder vereidigten Buchprüfer über eine bundesweite Antragsplattform (www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de). Für die Abwicklung der Überbrückungshilfe ist in Bayern die IHK für München und Oberbayern zuständig.

Erstattungsfähig sind Mieten und Pachten für Gebäude, Grundstücke und Räumlichkeiten, weitere Mietkosten, Zinsaufwendungen für Kredite und Darlehen, Finanzierungskostenanteil von Leasingraten, Ausgaben für notwendige Instandhaltung, Wartung oder Einlagerung von Anlagevermögen und gemieteten Vermögensgegenständen, einschließlich der EDV, Ausgaben für Elektrizität, Wasser, Heizung und Reinigung; zur Berücksichtigung der besonderen Corona-Situation werden hier auch Hygienemaßnahmen ein-schließlich investiver Maßnahmen anerkannt (z. B. Luftfilteranlagen, Maßnahmen zur temporären Verlagerung des Geschäftsbetriebs in Außenbereiche, wie etwa sog. „Heizpilze“), Grundsteuern, betriebliche Lizenzgebühren, Versicherungen, Abonnements und andere feste betriebliche Ausgaben,Kosten für den Steuerberater, Rechtsanwalt, Wirtschaftsprüfer oder vereidigten Buchprüfer, die im Rahmen der Beantragung der Corona-Überbrückungshilfe anfallen, Kosten für Auszubildende, Personalaufwendungen im Förderzeitraum, die nicht von Kurzarbeitergeld erfasst sind, werden pauschal mit 20Prozent der Fixkosten der Ziffern 1 bis 10 gefördert. Lebenshaltungskosten oder ein Unternehmerlohn sind nicht förderfähig., Provisionen, die Inhaber von Reisebüros den Reiseveranstaltern aufgrund Corona-bedingter Stornierungen zurückgezahlt haben, sind den vorgenannten Fixkosten nach gleichgestellt. Mit Ausnahme der Kosten für Corona-bedingte Hygienemaßnahmen müssen die Fixkosten der Ziffern 1 bis 9 vor dem 1. September 2020 begründet worden sein. Zahlungen für Fixkosten, die an verbundene Unternehmen gehen, sind nicht erstattungsfähig.

Die Überbrückungshilfe II wird für maximal vier Monate (September bis Dezember 2020) gewährt. Die maximale Förderung beträgt insgesamt 200.000 Euro.

Weitere Informationen finden Sie hier als Download.

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