09.05.2020
Stufenweise zurück in die normale Kinderbetreuung

Noch immer sind die meisten Kindergärten geschlossen. Damit dies nicht dauerhaft so bleibt, hat sich die Leiterin des Klosterkindergarten Sankt Marien in Mengkofen an die Abgeordneten des bayerischen Landtags gewandt.

Um einen kontrollierten Übergang aus der Notbetreuung in die reguläre Kinderbetreuung zu gewährleisten, hat sich bayerische Staatsregierung auf einen umfassenden Stufenplan für die Wiedereröffnung von Kindertagesstätten geeinigt. Grundlage für die Umsetzung ist eine weitere Eindämmung der Infektionen und die Einhaltung entsprechender Hygienevorschriften. Dies geht aus einem Schreiben der der Fachsprecherin für Familie, Kinder und Soziales, Susann Enders, an die Leiterin des Klosterkindergarten Sankt Marien in Mengkofen hervor. Diese hatten sich mit einem Vorschlag zur Wiedereröffnung der Kindergärten an die Abgeordneten der FREIE-WÄHLER-Landtagsfraktion gewandt.

Vorgesehen ist ein Öffnungsfahrplan in vier Phasen:

  • Eingeschränkte Notbetreuung
  • Flexible und stufenweise Erweiterung der Notbetreuung
  • Eingeschränkter Regelbetrieb
  • Vollständiger Regelbetrieb

Gegenwärtig befindet sich Bayern an der Schwelle von Phase 1 zu Phase 2 und bietet derzeit eine Notbetreuung an, d. h. es werden kleine, feste Gruppen eingerichtet, die von festen Bezugspersonen betreut werden. Darüber hinaus findet kein gruppenübergreifender Austausch der Kinder oder des Personals statt. Kranke Kinder dürfen nicht in die Notbetreuung gehen. Zusätzlich muss das Personal eine Mund-Nase-Bedeckung tragen und die Räume mehrmals täglich lüften. So kann der Kreis der betreuten Kinder auf dem Weg zum „Hochfahren“ der Kinderbetreuung behutsam und schrittweise erweitert werden.

Ab dem 11. Mai 2020 wird die bereits erweiterte Notbetreuung noch einmal ausgedehnt. Dann sind weitere Gruppen vom Betreuungsverbot ausgenommen. Dazu gehören Kinder mit Förderbedarf für die ein Anspruch auf Eingliederungshilfe durch Bescheid festgestellt ist, Kinder, deren Eltern einen Anspruch auf Hilfen zur Erziehung haben, Kinder von studierenden Alleinerziehenden und Hortkinder der 4. Klasse. Im Rahmen der Öffnung der Tagespflege werden maximal fünf fremde Kinder gleichzeitig betreut und es gibt nur eine feste Bezugsperson. Die Großtagespflege bleibt vorerst weiterhin geschlossen.

Ab dem 25. Mai 2020 erfolgt eine weitere Ausweitung für beispielsweise folgende Gruppen: Vorschulkinder, Kinder der Großtagespflege (bis zu zehn Kinder), Kinder von Waldkindergärten und anderen nicht gebäudegebundenen Kindertageseinrichtungen, Geschwisterkinder von bereits betreuten Kindern und Hortkinder für weitere Kinder, die wieder in die Schule gehen dürfen, jeweils an den Tagen, an denen sie in die Schule gehen können. Mit dieser Strategie sollte es möglich sein, in den nächsten Wochen die Kinderbetreuung wieder auf den regulären Betrieb umzustellen.

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