04.05.2021
MOBILITÄT DER ZUKUNFT FÜR DEN BAYERISCHEN WALD

Mit dem Pilotprojekt »Mobilität neu denken« hat der verkehrspolitische Sprecher der Freien Wähler Landtagsfraktion, MdL Manfred Eibl, eine Studie initiiert, welche die öffentliche Mobilität am Beispiel der Region Bayerischer Wald ganzheitlich betrachtet und unter Einbezug der Digitalisierung neu denkt. Besonders hervorzuheben ist die frühzeitige Einbeziehung der Bürger*innen für eine bedarfsgerechte Konzeptentwicklung, die auch bei Ihren zukünftigen Nutzern Akzeptanz findet. Entwickelt wurde dieses Mobilitätsmodell von Frauenhofer-Instituten gemeinsam mit Partnern. Mobilität ist ein kostbares Gut für unsere ländliche Region, insbesondere für den Bayerischen Wald, der als strukturschwacher, benachteiligter Raum auf eine zuverlässige und flächendeckende Mobilität angewiesen ist, um sich zu einem attraktiven und leistungsfähigen Lebens- und Wirtschaftsraum zu entwickeln. Während in den Städten bereits mit einer Mobilitätswende begonnen wird, ist Mobilität am Land nach wie vor vom eigenen PKW abhängig. Der demografische Wandel, die Urbanisierung und die Veränderung des Mobilitätsverhaltens einerseits sowie technologische Entwicklung und Digitalisierung andererseits erfordern und ermöglichen es zugleich, Mobilität für den ländlichen Raum neu zu denken. Vor diesem Hintergrund initiiert MdL Manfred Eibl eine Studie, die eben diese Aspekte einer zukunftsweisenden Mobilität für den Bayerischen Wald, erarbeitet. Dieses Pilotprojekt „Mobilität neu denken“ wurde von Fraunhofer-Instituten koordiniert und gemeinsam mit den Landkreisen FreyungGrafenau, Passau und Regen sowie der Stadt Passau durchgeführt. Zudem wurde dieses zukunftsorientierte Mobilitätsprojekt vom Bayerischen Staatsministerium für Wohnen Bau und Verkehr gefördert, um ein übertragbares Modell für die Gestaltung des öffentlichen Personen Nahverkehrs (ÖPNV) im ländlichen Raum anhand ausgewählter Landkreise zu entwickeln. Am Beispiel des Bayerischen Waldes wurde ein Zukunftsbild Mobilität 2030 erarbeitet, welches die vielfältigen Dimensionen des ländlich geprägten ÖPNV miteinbezieht, was insbesondere Initiator der Studie MdL Manfred Eibl überzeugt: „Esfreut mich, dass meine Idee der ganzheitlichen Betrachtung aller Verkehrsmittel sowie die Möglichkeiten der Digitalisierung von der Staatsregierung aufgegriffen wurde. Mit den nun vorliegenden Erkenntnissen und Handlungsempfehlungen können neue Wege einer zukunftsweisenden Mobilität offensiv beschritten werden.“ Besonders erfolgsversprechend sieht MdL Manfred Eibl den bedarfsgerechten Ansatz, der im Rahmen eines ko-kreativen Prozesses gesellschaftliche Bedürfnisse und Ideen sowie technologische Möglichkeiten zusammenbringt, indem Bürger*innen und Stakeholder über innovative Dialogformate frühzeitig eingebunden werden. Ganzheitlicher Ansätze mit regionalem Mobilitätsbezug Von der Koordination der verschiedenen Verkehrsangebote über den Ausbau der dafür notwendigen Infrastruktur bis hin zur Kundeninformation vor Ort betrachtet die Studie alle erfolgskritischen Aspekte einer zukunftsweisenden Modernisierung unserer regionalen Mobilitätsanforderungen im Bayerischen Wald. Die Handlungsfelder und Lösungsansätze der Studie sind so formuliert, dass sie als eine Art Checkliste bei der Entwicklung zukünftiger Mobilitätskonzepte in ländlichen Regionen genutzt werden können, da es hierbei vielfältige Dimensionen zu berücksichtigen gibt: von der Koordination der verschiedenen Verkehrsangebote über den Ausbau der dafür notwendigen Infrastruktur bis hin zur Kundeninformation vor Ort. Die Ergebnisse der Studie zeigen dazu, dass eine attraktive Gestaltung der Mobilität mehrdimensional zu betrachten ist, indem man sowohl digitale Lösungen wie beispielsweise SharingApps, ebenso wie Bus-, Bahn- und Fahrradangebote bis hin zur funktionierenden Fahrgastinformationsanzeigen an der Bushaltestelle aufeinander abstimmt. Erst die systemische Verknüpfung aller relevanten Prozessschritte der Transportkette - von der Information bis zur Fortbewegung- lässt Synergien entstehen und Chancen realisieren. Dabei gehört datengetriebene Mobilität zu den wichtigsten Stellschrauben zur Beachtung und Befriedigung der Kundenwünsche, wie Nicole Wagner-Hanl, Expertin für Informationslogistik und Personenmobilität am Fraunhofer IML, erklärt: »Der Reisende wünscht sich Informationen aus einer Hand. Das bedeutet, dass Informationen zuverlässig, personalisiert und in Echtzeit über die gesamte Reisekette hinweg zur Verfügung stehen müssen und einheitliche Buchungs- und Bezahlungsmöglichkeiten bestehen. Erst wenn Angebote transparent dargestellt werden, vernetzt und einfach zugänglich sind, kann datengetriebene Mobilität im ländlichen Raum greifen.« Mit dieser Initiative macht sich MdL Manfred Eibl, für eine Infrastruktur stark, mit der auch der Bayerische Wald in die Lage versetzt wird, Potenziale zu entfalten, um mit dem Wachstum unseres Landes Schritt zu halten. Gerade dafür werden bezahlbare attraktive Mobilitätsangebote benötigt, die unserem individuellen regionalen Mobilitätsbedarf und auch zukünftigen ökologischen Ansprüchen Rechnung tragen. Mit dem Pilotprojekt „Mobilität neu denken“ hat man sich nun nicht nur auf den Weg gemacht, um Schritt zu halten, sondern um mit gutem Beispiel voranzugehen in eine Zukunft mit Mobilität im Bayerischen Wald.

Archiv