08.07.2021
Im Maikäferflugjahr drohen enorme Ernteausfälle in Ostbayern MdL Manfred Eibl fordert eine zügige Hilfe für unsere Agrarwirte - Jetzt!

Manfred Eibl sieht mit den fliegenden Maikäfern nicht nur ein Naturereignis, sondern eine existenzbedrohende Gefahr für unsere regionale Landwirtschaft. Es ist hinlänglich bekannt - alle vier Jahre wieder fressen sich die Engerlinge durch unsere Grünlandflächen und sorgen damit für enorme Schäden. Deshalb bedarf es nicht nur finanzieller Mittel, sondern auch insbesondere einer nachhaltigen Strategie mit geeigneten Maßnahmen gegen die Maikäfer. „Die Engerlinge werden existenzbedrohend für die Landwirte - Daher fordern wir eine zügige Unterstützung für unsere Agrarwirte – jetzt! Nur so verhindern wir im nächsten Jahr so drastische Ernteeinbußen wie in der Vergangenheit“, so betont Manfred Eibl seine Forderung nach zügiger Hilfe für unsere regionale Landwirtschaft. Folgt man zudem der Prognose der berufsständischen Vertreter des Bayerischen Bauernverbandes, so ist mit 40.000 ha gefährdeter Grünlandfläche zu rechnen, die nicht nur im Landkreis Freyung-Grafenau, sondern auch in den Landkreisen Regen, Passau und Deggendorf Landwirte an Ihre Existenzgrenze bringt. Aufgrund der sich zuspitzenden Problematik hat sich BBV-Geschäftsführer Stefan Hageneder um ein Treffen mit MdL Manfred Eibl, Dr. Leopold Herz, Ausschussvorsitzender Landwirtschaft und Forsten im Landtag und MdL Hans Häusler (alle Freie Wähler) bemüht. Um der ernst zu nehmenden Sorge Rechnung zu tragen, folgten die eingeladenen Funktionsträger der Freien Wähler der Einladung auf den Hof von BBV-Kreisobmann Siegfried Jäger in Neureichenau. Nicht nur in seiner BBV-Funktion im Landkreis Freyung-Grafenau, sondern auch als Landwirt kann Siegfried Jäger mit Blick auf die Maikäferschäden nur den Kopf schütteln: Seit der Engerling Problematik muss er mit einem Gewinnrückgang um 75 Prozent und 150000 Liter weniger Milch leben. Auch Reinhard Hofmann, stellvertretender Kreisobmann in Passau, schildert dieselben Erfahrungen in seinem Landkreis. Die Vertreter der FREIE WÄHLER Fraktion möchten mit Ihrem Besuch einen geschlossenen Einsatz für die regionale Agrikultur unterstreichen. Regionen mit kleinteiliger Landwirtschaft leiden ganz besonders unter den Folgen der Engerlinge. Deshalb wollen die Abgeordneten in den kommenden Tagen auf den bayerischen Umweltminister Thorsten Glauber (Freie Wähler) zugehen, um eine schnelle Lösung zu finden und auch mit der bayerischen Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber (CSU) das Gespräch hierzu suchen. Denn Manfred Eibl weiß "Die Zeit drängt. Wenn nicht schnell gehandelt wird, nehmen wir eine Versteppung der Landschaft in Kauf, die im Schwerpunkt zwar die Existenz unserer Landwirte bedroht, in Folge aber auch Auswirkungen auf alle Bürger hat." Es gäbe jedoch eine Möglichkeit: der Einsatz von Kalkstickstoff. Laut erster Studien könnte man damit das Maikäferproblem in den Griff bekommen.
In Grünflächen, die Teil des Kulturlandschaftsprogramms (Kulap) sind, darf Kalkstickstoff zu diesem Zweck aber nicht verwendet werden. „Wir brauchen eine Eilentscheidung für ein Pilotprojekt in den vier betroffenen Landkreisen, dass Kalkstickstoff auf Kulap-Flächen gegen die Engerlinge eingesetzt werden darf", fordert deshalb Manfred Eibl. Für den Fraktionssprecher für Wirtschaft und Landesentwicklung und seine Fraktionskollegen ist ein Pilotprojekt mit Kalkstickstoff in den betroffenen Landkreisen eine gangbare Lösung. So werde man als Fraktion alles daransetzen das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten von der Dringlichkeit der Zulassung zu überzeugen.

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