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31.10.2020
Anhebung der Minijob-Grenze

Eibl: Arbeit muss sich auch für Geringverdiener lohnen

Mit einem Dringlichkeitsantrag im heutigen Plenum des Landtags setzt sich die FREIE WÄHLER Landtagsfraktion für eine Anhebung der Minijob-Grenze auf monatlich 600 Euro ein. „Gerade Geringverdiener, wie Minijobber, sind von der Corona-Krise besonders hart getroffen. Diese dürfen wir nicht im Regen stehen lassen.“, so der Perlesreuter Landtagsabgeordnete Manfred Eibl. Auch Johann Häusler, stellvertretender Fraktionsvorsitzender und Sprecher für Arbeit, ist überzeugt: „Wir müssen den Menschen in Bayern und Deutschland eine bessere Perspektive beim Verdienst im niedrigen Einkommensbereich geben.“.
Minijobs seien ein wichtiges arbeitsmarktpolitisches Instrument, das gerade bei variierenden Auftragslagen flexibel und mit geringem bürokratischem Aufwand für Entlastung der übrigen Beschäftigten sorgen könne. Gleichzeitig bekämen Minijobber die Möglichkeit, ohne Steuer- und Beitragsabzüge hinzuverdienen zu können. Doch durch den steigenden Mindestlohn nehme die Anzahl an Stunden, die Minijobber bis zum Erreichen der 450 Euro-Lohngrenze arbeiten dürften, immer weiter ab. Derzeit liegt der Mindestlohn bei 9,35 Euro pro Stunde, bis Mitte 2022 soll er schrittweise auf 10,45 Euro pro Stunde steigen. „Davon profitieren Minijobber aber nicht finanziell, denn für sie verkürzt sich mit jeder Anhebung nur die Arbeitszeit“, erklärt Häusler.

Leidtragenden sind nicht nur die Minijobber. Arbeitgebern fällt es immer schwerer, die wegfallenden Arbeitsstunden aufzufangen. „Allein deshalb ist es notwendig, die Verdienstgrenze an den Mindestlohn regelmäßig anzupassen.“, so Eibl. Darüber hinaus könnten Minijobs sowohl Arbeitgebern als auch Arbeitnehmern helfen, besser durch die wirtschaftlich angespannte Lage zu kommen. Konkret fordern die FREIEN WÄHLER die Staatsregierung deshalb auf, einen Antrag zur Erhöhung der Minijob-Grenze in den Bundesrat einzubringen. Einen ähnlichen Vorstoß hatte es bereits im Juni 2019 gegeben. Damals war Bayern jedoch am Votum des Bundesrats gescheitert.

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