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31.10.2020
1 Milliarde Euro für die Wasserzukunft Bayerns

Eibl: Wasserversorgung in Bayern muss gesichert werden

In seiner Regierungserklärung erklärte Umweltminister Thorsten Glauber (Freie Wähler), dass die Zukunft der Wasserversorgung in den Fokus gestellt werde. Dieses Thema werde er mit einem umfangreichen Programm und einer Milliarde Euro angehen.

Manfred Eibl, Landtagsabgeordneter aus Perlesreut, begrüßt diesen Entschluss. „Dass ein kostbares Gut sei, dürfte inzwischen ins öffentliche Bewusstsein gerückt sein.“, so der niederbayerische Politiker. Bereits seit mehr als zwei Jahren hat ganz Bayern mit Trockenheit zu tun. Während es in den Hochalpen der Alpen mehr regnet, kämpfen die Tieflagen mit einem geringen Niederschlag. Das wirkt sich nicht nur auf die Land- und Forstwirtschaft aus. Auch Niederbayern, die sich über einen eigenen Grundwasserbrunnen versorgen, leiden unter dem sinkenden Grundwasserspiegel.

Mit dem Programm „Wasserzukunft Bayern 2050“ soll Wasser in Bayern künftig geschützt werden. Zunächst umfasse das Programm, in das 1 Milliarde Euro fließen soll, den Aspekt der Wasserspeicherung, so der Umweltminister, sagte der Umweltminister. «Wir sind auf dem Weg zum Grundwassernotstand, das muss jedem klar sein», warnte Glauber. Natürliche Wasserspeicher wie Moore, Böden und Wälder müssten regeneriert werden: „Unser Boden ist trocken wie Knäckebrot.“ Außerdem müsse die Wasserverteilung durch intelligente Konzepte nachhaltig geregelt werden.

Der Schutz des Wassers ist ein weiterer Aspekt des Programms. Dieser umfasse etwa einen «Verantwortungspakt», der an die vor Ort Beteiligten appelliere, die Verfahrensdauer bei der Überarbeitung von Wasserschutzgebieten zu beschleunigen. Auch die Senkung der Nitratbelastung im Boden sei ein wichtiger Punkt. Darüber hinaus müsse grundsätzlich auch ein größeres Bewusstsein für Wasser und das Sparen von Wasser geschaffen werden, betonte Glauber. Zudem sei es wichtig, das Thema auch gesamtstaatlich anzugehen. Zwar müsse die Wasserversorgung in kommunalen Händen bleiben, es brauche aber auch eine «Nationale Wasserstrategie», forderte der Minister.

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